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Pelletheizung vs. Wärmepumpe — der ehrliche Vergleich

Pellets sind wie Wärmepumpen GEG-konform und förderfähig. Aber jede Heizung hat ihre Stärken — Pellets sind in spezifischen Konstellationen die bessere Wahl. Hier der ehrliche Vergleich.

Anschaffungskosten und Lagerung

Pelletkessel inkl. Lagerraum: 25.000-40.000 € installiert. Lagerraum braucht typisch 6-10 m² für ein EFH (Jahresbedarf etwa 6 t Pellets, 1 t = 1,5 m³). Bei vorhandenem Öltank-Raum oft umnutzbar. Wärmepumpe (Luft-Wasser): 22.000-32.000 € — kein zusätzlicher Lagerraum nötig. Beide Systeme sind BAFA-förderfähig mit max. 70 % Bonus-Quote. Im Anschaffungspreis nach Förderung: WP ist meist 5.000-15.000 € günstiger.

Betriebskosten und Verbrauch

Pellets-Preis 2026: ca. 0,06-0,08 €/kWh. EFH mit 20.000 kWh Wärmebedarf benötigt ca. 4.500-5.500 kg Pellets pro Jahr (Heizwert ca. 4,8 kWh/kg). Kosten: 1.200-1.700 € pro Jahr. Wärmepumpe: 4.500 kWh Strom × 0,30 € = 1.350 €/Jahr. Vergleichbar im Betrieb, leichter Vorteil Pellets bei niedrigeren Pellets-Preisen. Wartungskosten: Pellets 200-400 €/Jahr (Schornsteinfeger + jährliche Wartung), WP 100-200 €/Jahr.

Wann passt welche Heizung?

Pellets sinnvoll: Sehr großes Haus mit hohem Wärmebedarf (über 30.000 kWh/Jahr), Standort ohne Erdgas-Anschluss und mit Lagerplatz, Eigentümer mit Holz-/Naturverbundenheit, Standort mit guter Pellets-Lieferinfrastruktur. Wärmepumpe sinnvoll: Standard-EFH bis 200 m², Standorte mit hoher Sonnenstundenzahl (PV-WP-Kombi), Eigentümer mit Wertschätzung für minimalen Wartungsaufwand, Häuser ohne ausreichend Lagerraum. Praktisch ist die Wärmepumpe in 80 % der Fälle die richtige Wahl.

CO2 und Zukunftsfähigkeit

Pellets-CO2-Bilanz: bilanziell 'klimaneutral' (Holz wächst nach), praktisch ca. 0,3 Tonnen CO2 pro Jahr durch Verarbeitung und Logistik. Wärmepumpe mit Strommix 2026: 1,2 Tonnen — höher als Pellets. Bei eigener PV: WP nahe null. Zukunftsfähigkeit: Beide Systeme sind GEG-konform für die nächsten Jahrzehnte. Pellets könnten bei wachsendem CO2-Druck auf nachhaltige Forstwirtschaft langfristig regulatorisch unter Druck kommen, aktuell aber unproblematisch.

Häufige Fragen

Brauche ich für Pellets einen Schornstein?
Ja. Pelletkessel benötigen einen geeigneten Schornstein (Edelstahl-Innenrohr, Mindestquerschnitt). Bei Bestand-Schornsteinen meist nutzbar mit Sanierung. Bei reinem Wohnhaus ohne Schornstein: Wärmepumpe ist die einfachere Lösung.
Wie oft muss man Pellets nachfüllen?
Bei Standard-EFH-Tank (5-6 Tonnen Kapazität): 1-2 Pellets-Lieferungen pro Jahr per Silo-Fahrzeug. Lagerraum-Reinigung 1-2x pro Jahr. Brennraum-Reinigung wöchentlich (modern automatisiert).
Bekomme ich Klimabonus bei Pellets statt WP?
Ja, bei Tausch von Öl- oder Gasheizung gegen Pellets gilt ebenfalls der Klimabonus +20 %. Förderung bis 70 % auch bei Pellets. Pellets als BAFA-förderfähige Alternative ist gleichgestellt.

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