Startseite/Ratgeber/Erdwärme-Bohrung — Erfahrung mit Sole-Wasser-WP
Erdsonden-Bohrung

Erdwärme-Bohrung — die ehrliche Bohrungs-Erfahrung

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe lebt von der Erdsonden-Bohrung. Was kostet sie wirklich, wie lange dauert das Genehmigungs-Verfahren, welche Probleme können auftreten — hier die ehrliche Praxis-Erfahrung.

2 Min. Lesezeit4 Abschnitte·Xpora-Redaktion · geprüft 2026

Genehmigungs-Verfahren#

Erdsonden-Bohrung erfordert wasserrechtliche Erlaubnis. Antragsteller: typisch das Bohrunternehmen mit Vollmacht des Eigentümers. Erforderliche Unterlagen: Lageplan mit geplanten Bohrlochstandorten, Geologie-Vorbericht des Bohrunternehmens, technische Beschreibung der Sonden-Konfiguration, Wasseranalyse (bei Verdacht auf besondere Untergrund-Bedingungen). Bearbeitungs-Zeit Untere Wasserbehörde: 2-4 Monate in Standard-Konstellationen, 4-8 Monate bei komplizierten Untergrund-Verhältnissen oder in Wasserschutz-Randgebieten. Genehmigungs-Kosten: 200-800 € Verwaltungsgebühr.

Bohrtiefe und -anzahl#

Auslegung der Erdsonden-Anzahl und -Tiefe nach Heizlast und Untergrund-Wärmeentzugsleistung. Standard-EFH 130 m² mit 7-9 kW Heizleistung benötigt typisch: 1 Sonde 100-130 m Tiefe ODER 2 Sonden mit jeweils 60-80 m Tiefe. Mehrere kürzere Sonden haben Vorteile (Redundanz, geringere Bohrkosten pro Meter). Mindestabstand zwischen Sonden: 5-6 m. Bohrkosten: 60-90 € pro Bohrmeter inkl. Sonde, Verschluss und Verfüllung. Bei 100 m Tiefe also 6.000-9.000 €. Bei 2 Sonden mit je 70 m: 8.400-12.600 €. Plus Schluss-Arbeiten (Sole-Verbindung zur WP, Frostschutz, Druckprobe): 2.000-4.000 €.

Bohr-Tag und Stör-Wahrscheinlichkeiten#

Eine 100-m-Bohrung dauert typisch 1-2 Tage. Vor-Aufwand: Bohrgerät-Anlieferung mit Tieflader (Garten-Zufahrt prüfen — Transportwege müssen Bohrgerät 6-8 Tonnen tragen). Bohr-Lärm: tagsüber ca. 75-85 dB(A) in 5 m — TA-Lärm erlaubt das in Wohngebieten zur Geschäftszeit. Häufige Stör-Wahrscheinlichkeiten: 1) Bei Karst-Untergrund: Spülwasser-Verlust in unterirdische Hohlräume. 2) Bei Felsen: längere Bohrzeiten und Mehrkosten. 3) Bei Grundwasser-Spannungs-Schichten: artesisches Wasser kann austreten — muss professionell verschlossen werden. 4) Sehr selten: Setzungsschäden an benachbarten Gebäuden bei feinkörnigen Böden. Versicherung: Bohrunternehmen muss Haftpflicht-Versicherung mit ausreichender Deckungssumme (5+ Mio. €) nachweisen.

Eigentümer-Berichte#

Praxis-Erfahrungen: 'Bohrtag war stressig — Lärm, Schmutz, Sole-Spülwasser im Garten. Aber nach 2 Tagen war alles aufgeräumt, Garten-Schäden minimal.' 'Die Genehmigung dauerte 3 Monate — länger als erwartet, aber Bohrung selbst lief problemlos.' 'Im Bohrloch wurde überraschend Wasser getroffen — das musste fachgerecht verschlossen werden, Mehrkosten 1.500 €.' 'Sole-Druck nach 5 Jahren Betrieb stabil, Sondenfeld funktioniert wartungsfrei.' Insgesamt sind Erdsonden-Bohrungen heute Routine — die meisten Vorhaben laufen ohne größere Probleme. Der Schlüssel: erfahrenes Bohrunternehmen mit lokaler Untergrund-Kenntnis wählen.

Häufige Fragen

Wo erfahre ich, ob mein Standort bohrgeeignet ist?
Geologie-Voranfrage bei der Untere Wasserbehörde mit Standort-Adresse. Online-Karten der Geologischen Dienste der Bundesländer geben grobe Orientierung. Bohrunternehmen-Vorabprüfung kostet 200-500 €.
Was kostet eine Erdsonden-Bohrung gesamt?
Standard-EFH inkl. Genehmigung, Bohrung, Sole-Befüllung: 8.000-15.000 € — abhängig von Tiefe, Anzahl Sonden und Untergrund.
Wie lange hält eine Erdsonde?
Mindestens 50-100 Jahre — der Erdwärme-Tausch ist wartungsfrei. Eine WP wird oft mehrfach gewechselt während die Erdsonde im Einsatz bleibt.

Eigene WP-Erfahrung machen

Wir vermitteln Ihnen Fachbetriebe für Ihre konkrete Konstellation.