Photovoltaik & Solar

PV-Anlage kaufen oder mieten? Vor- und Nachteile im Vergleich

PV kaufen oder leasen? So unterscheiden sich Kauf, Leasing und PPA: Investitionskosten, Rendite, Eigentum und Flexibilität – was ist langfristig die bessere Wahl?

7 Min. LesezeitXpora Redaktion
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Kauf: Vollständiges Eigentum, maximale Rendite

Beim Kauf einer PV-Anlage werden Sie Eigentümer der gesamten Anlage. Sie profitieren vollständig von:

  • Erspartem Netzstrom
  • EEG-Einspeisevergütung (20 Jahre)
  • Wertsteigerung der Immobilie

Nachteile: Hohe Anfangsinvestition (10.000–30.000 €), Risiko bei technischen Problemen (Garantieabwicklung), Verwaltungsaufwand.

Leasing: Anlage mieten, Strom kaufen

Beim Leasing (oder PPA – Power Purchase Agreement) installiert ein Drittanbieter die Anlage auf Ihrem Dach. Sie schließen einen langfristigen Vertrag ab (15–25 Jahre):

  • Sie zahlen nichts vorab
  • Sie kaufen Solarstrom zu einem festen Preis (z.B. 18–22 Ct/kWh)
  • Der Anbieter betreibt und wartet die Anlage
  • Der Strom ist günstiger als Netzstrom (29 Ct/kWh), aber teurer als wenn Sie selbst besitzen

Nachteile: Keine Rendite, langfristige Bindung, Übertragung auf Käufer bei Hausverkauf kann kompliziert sein.

Vergleich im Überblick

Merkmal Kauf Leasing/PPA
Investitionskosten 10.000–30.000 € 0 €
Eigentum Ja Nein (Anbieter)
Rendite Hoch (5–8 % IRR) Gering (Einsparung)
Wartungsrisiko Eigentümer Anbieter
Hausverkauf Wertsteigernd Vertrag übertragen
EEG-Vergütung Vollständig Anbieter erhält
Flexibilität Hoch Niedrig (Vertragsbindung)

Für wen ist Leasing/PPA geeignet?

  • Eigenheimbesitzer ohne ausreichend Eigenkapital
  • Haushalte, die keine Finanzierungsbereitschaft haben
  • Sorglose Nutzer, die Betrieb und Wartung auslagern möchten
  • Wer sofortige Einsparungen ohne Risiko möchte

Für wen ist Kauf besser?

  • Eigenheimbesitzer mit ausreichend Kapital oder Kreditwürdigkeit
  • Wer maximale Rendite und Eigentum schätzt
  • Langfristig planende Eigenheimbesitzer (> 15 Jahre Verbleib)

Fazit

Wer kann, sollte kaufen. Wer nicht kann oder nicht möchte: Leasing/PPA ist besser als gar keine PV. Prüfen Sie Angebote sorgfältig – insbesondere den Preis, Laufzeit, Wartungsklauseln und Bedingungen bei Hausverkauf.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen PV-Kauf und PV-Leasing?

Beim Kauf gehört die Anlage Ihnen – Sie profitieren vollständig von Einsparungen und Einspeisevergütung. Beim Leasing/PPA gehört die Anlage dem Anbieter, Sie zahlen einen festen Strompreis für den erzeugten Strom. Der Anbieter trägt Investitionsrisiko und Wartungskosten.

Wer macht PPA/Leasing für PV in Deutschland?

Anbieter von PV-Leasing/PPA: Enpal, Zolar, 1KOMMA5°, Energiekontor, lokale Stadtwerke und Installateure. Der Markt wächst, da immer mehr Haushalte PV ohne Eigenkapital nutzen möchten.

Was passiert mit der PV-Anlage beim Hausverkauf?

Beim Kauf: PV-Anlage erhöht den Hauswert und geht mit der Immobilie an den Käufer über. Beim Leasing/PPA: Der Vertrag muss auf den Käufer übertragen werden – das kann den Hausverkauf erschweren.

Wie hoch ist die Rendite bei Eigeninvest vs. PPA?

Eigeninvest (mit KfW-Kredit): ca. 5–8 % IRR p.a. über 25 Jahre. PPA: Sie als Nutzer profitieren von günstigem Strom (Einsparung vs. Netzstrom), aber keine Eigentumsrendite. Der Anbieter verdient an der Differenz zwischen Gestehungskosten und vereinbartem PPA-Preis.

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