Photovoltaik & Solar

PV-Anlage versichern: Was deckt welche Versicherung?

Welche Versicherung braucht eine PV-Anlage? Photovoltaikversicherung vs. Hausrat vs. Wohngebäude: Schutz gegen Sturm, Hagel, Diebstahl und Ertragsausfall erklärt.

7 Min. LesezeitXpora Redaktion
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Risiken einer PV-Anlage

Eine PV-Anlage ist eine langfristige Investition von 10.000–30.000 €. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz können Schäden durch Naturgewalten, Diebstahl oder technische Defekte hohe Kosten verursachen.

Hauptschadensursachen

  • Sturm und Hagel: Häufigste Ursache für Modulschäden (Risse, Splitter, Bruch)
  • Blitzschlag / Überspannung: Kann Wechselrichter und Elektronik zerstören
  • Diebstahl: Module und Wechselrichter sind begehrte Diebstahlziele
  • Bedienfehler / Kurzschluss: Installationsfehler oder Bedienungsfehler
  • Schneedruck: Bei extremen Schneemengen (seltener im Rhein-Main-Gebiet)
  • Ertragsausfall: Wenn die Anlage durch einen Schaden tagelang nicht produziert

Wohngebäudeversicherung

Viele Wohngebäudeversicherungen decken PV-Anlagen ab, die fest mit dem Gebäude verbunden sind, aber:

  • Deckung oft nur für Sturm, Feuer, Hagel
  • Kein Schutz gegen Diebstahl, Kurzschluss, Bedienungsfehler
  • Kein Ertragsausfall
  • Entschädigungsgrenzen oft zu niedrig für moderne Anlagen

Empfehlung: Informieren Sie Ihre Wohngebäudeversicherung über die PV-Anlage, prüfen Sie den Deckungsumfang und ergänzen Sie bei Bedarf.

Dedizierte Photovoltaikversicherung

Eine spezialisierte PV-Versicherung bietet umfassenden Schutz:

Risiko PV-Versicherung Wohngebäude
Sturm, Hagel ✓ (meist)
Feuer, Blitz
Diebstahl Selten
Kurzschluss, Überspannung Selten
Bedienfehler Nein
Ertragsausfall Nein
Reparaturkosten vollständig Oft begrenzt

Typische Kosten: 80–200 €/Jahr für eine 10-kWp-Anlage.

Worauf beim Abschluss achten?

  • Neuwertentschädigung: Erstattet den aktuellen Kaufpreis, nicht den Zeitwert
  • Ertragsausfalldeckung: Wichtig bei Anlagen mit Einspeisevergütung
  • Selbstbehalt: Niedriger Selbstbehalt = höhere Prämie
  • Grobe Fahrlässigkeit: Mitversicherung grober Fahrlässigkeit empfehlenswert
  • Montageversicherung: Schützt bereits während der Bauphase

Fazit

Schließen Sie mindestens eine kombinierte PV-Versicherung ab, die alle wesentlichen Risiken abdeckt. Prüfen Sie die Optionen verschiedener Anbieter (z.B. Huk-Coburg, VHV, Allianz, Barmenia) und achten Sie auf Neuwertentschädigung und Ertragsausfallschutz.

Häufige Fragen

Brauche ich eine spezielle PV-Versicherung?

Empfohlen wird eine dedizierte Photovoltaikversicherung, da Wohngebäude- und Hausratversicherungen PV-Anlagen oft nicht oder nur unzureichend abdecken. Eine PV-Versicherung schützt umfassend gegen Sturm, Hagel, Blitzschlag, Diebstahl und Ertragsausfall.

Was kostet eine PV-Versicherung?

Eine PV-Versicherung kostet je nach Anlagengröße und Leistungsumfang ca. 80–250 €/Jahr. Für eine 10-kWp-Anlage mit Grundschutz sind ca. 100–150 €/Jahr typisch.

Ist die PV-Anlage in der Wohngebäudeversicherung mitversichert?

Manche Wohngebäudeversicherungen decken fest montierte PV-Anlagen ab, aber häufig nur gegen Feuer, Sturm und Hagel – ohne Ertragsausfallschutz und oft mit unzureichenden Entschädigungsgrenzen. Prüfen Sie Ihren Vertrag und schließen Sie ggf. eine Erweiterung oder separate Police ab.

Was ist eine Ertragsausfallversicherung für PV?

Die Ertragsausfallversicherung erstattet entgangene Einspeiseerlöse und Eigenverbrauchswert, wenn die Anlage durch einen Versicherungsfall ausfällt. Besonders wichtig bei größeren Anlagen mit hoher wirtschaftlicher Abhängigkeit vom PV-Ertrag.

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