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Modell-Detail

Vaillant aroTHERM Plus VWL 105/6 (9 kW) — die mittlere Variante

Die 9-kW-Variante der Vaillant aroTHERM Plus deckt den Großteil der EFH-Sanierungen ab. Praxis-Werte, Auslegung und wann sie statt 7 kW richtig ist.

Technische Daten

**Modell:** Vaillant aroTHERM Plus VWL 105/6 **Heizleistung:** • Nennwert: 9 kW • Bei A2/W35: 7,5-9,2 kW • Bei A-7/W35: 6,2-7,5 kW • Modulationsbereich: 30-100 % **Effizienz:** • SCOP A2/35: 5,0 • SCOP A2/55: 3,6 • Realistische JAZ EFH-Bestand: 3,4-4,1 • Realistische JAZ EFH-Neubau: 3,9-4,7 **Kältemittel:** • R290 (Propan) • Füllmenge: 1,7 kg • GWP: 3 **Vorlauftemperaturen:** • Maximum: 75 °C • Empfohlen: 30-55 °C **Schallpegel:** • Schallleistung A_w: 56 dB(A) • Quiet Mode: 51 dB(A) • 5 m Abstand: ca. 38 dB(A) **Maße:** • Außeneinheit: 1.270 × 1.110 × 460 mm (gleich wie 7 kW) • Gewicht: 153 kg **Preise 2026:** • Brutto-Listenpreis: 19.500-24.000 € • Komplett-Installation EFH: 33.500-39.500 € **Vergleich zu 7-kW-Variante:** • Mehrleistung 2 kW • Aufpreis ca. 1.500-2.500 € • Gleicher Schallpegel-Bereich • Modulation gleich

Auslegungs-Empfehlungen

**Optimaler Anwendungsbereich:** • **Norm-Heizlast 8-10 kW** • **EFH 130-180 m²** Bestand 1980-2000 • **EFH 160-220 m²** KfW-70+ **Bivalenzpunkt:** • Bei -7 °C Norm-Außentemperatur (Mitteldeutschland) • 9 kW WP deckt 90-95 % der Jahresheizenergie • Heizstab 6-9 kW als Spitzen-Reserve **Pufferspeicher:** • Standard 300-500 L • Mit PV: 450-650 L • Mit dyn. Tarif: 600-800 L **Heizflächen:** • Optimal Fußbodenheizung (Vorlauf 32-38 °C) • Mit Heizkörpern Type 33: Vorlauf 38-45 °C • Bei Bestand-HK: Vorlauf 50-55 °C (grenzwertig) **Hydraulik:** • Mindestvolumenstrom: 1.500 L/h • ΔT optimal 5-8 K • Hydraulischer Abgleich Pflicht **Wann 9 kW statt 7 kW?** **Faktoren für 9 kW:** • Heizlast >7 kW • Wohnfläche >140 m² • Mittelmäßig gedämmt (KfW 70 oder schlechter) • Norddeutschland (kältere Klima-Region) • Reserve für Hülle-Sanierung in Zukunft **Faktoren für 7 kW:** • Heizlast <7 kW • Wohnfläche <130 m² • Gut gedämmt (KfW 55+) • Süddeutschland (mildere Klima) • Heizstab als Spitzen-Reserve **Wann 12 kW statt 9 kW?** **Faktoren für 12 kW:** • Heizlast >10 kW • Wohnfläche >180 m² • Schlecht gedämmt (Bestand 1960-1980) • Sehr kalte Region (Bayrischer Wald) • Großfamilie mit hohem Trinkwasser-Bedarf **Empfehlung:** • Energieberater Heizlast-Berechnung Pflicht • Mindestens 80 % der Norm-Heizlast als WP-Größe • Plus Heizstab 6-9 kW • Bei Unsicherheit eher kleinere WP + größerer Heizstab

Praxis-Beispiele

**Beispiel 1: EFH 150 m², Bestand 1985** • Norm-Heizlast: 9,5 kW • Heizflächen: Type 22 Heizkörper (mittel) • Vorlauftemperatur Soll: 45 °C • **Auslegung: VWL 105/6 (9 kW)** • Bivalenzpunkt: -5 °C • Heizstab 9 kW als Reserve • Pufferspeicher 400 L • JAZ-Erwartung: 3,7-4,1 • Investition: 35.000 € • Mit BEG 55 %: 19.250 € Förderung, Eigenanteil 15.750 € **Beispiel 2: KfW-70-EFH 180 m²** • Norm-Heizlast: 7,5 kW • Heizflächen: Fußbodenheizung • Vorlauftemperatur Soll: 35 °C • **Auslegung: VWL 75/6 (7 kW) oder VWL 105/6 (9 kW)** • Bei 7 kW: optimaler Bivalenzpunkt -5 °C • Bei 9 kW: Bivalenzpunkt -8 °C, mehr Reserve • Empfehlung 9 kW bei Mehrgeneration-Plänen • JAZ-Erwartung: 4,3-4,8 **Beispiel 3: Familienhaus 165 m², Bestand 1995** • Norm-Heizlast: 8,5 kW • Heizflächen: Hybrid (FBH Wohnzimmer, HK Schlafzimmer) • Vorlauftemperatur Soll: 38-42 °C • **Auslegung: VWL 105/6 (9 kW)** • Pufferspeicher 500 L mit Frischwasserstation • Hydraulischer Abgleich neu • JAZ-Erwartung: 4,0-4,5 • Investition mit Premium-Speicher: 38.000 € **Beispiel 4: Senioren-EFH 130 m², KfW 55** • Norm-Heizlast: 5 kW (gut gedämmt) • **Vergleich:** - 7 kW WP: passt, aber knapp am Modulations-Anfang - 9 kW WP: oft im untersten Modulationsbereich, häufiges Takten • **Empfehlung: 7 kW** • 9 kW wäre Überdimensionierung • JAZ-Verlust 0,2-0,4 bei 9 kW **Beispiel 5: Vermietetes EFH 160 m², Bestand 1975** • Norm-Heizlast: 12 kW (schlecht gedämmt) • **Empfehlung: 12 kW Variante VWL 125/6** • 9 kW wäre zu klein • Hoher Heizstab-Anteil • Bei Sanierung in Phasen: 9 kW + Hülle-Plan • Zukunftsorientierte Auslegung

Service und Wartung

**Wartungsverträge:** **Vaillant ServiceLine Basis:** • 90-150 €/Jahr • Sicht-/Funktionsprüfung • Wartungs-Protokoll • Garantie-Erhaltung **Vaillant ServiceLine Plus:** • 250-350 €/Jahr • Plus 24/7-Hotline • Reduzierte Anfahrt-Pauschalen • Erste Diagnose kostenfrei **Vaillant ServiceLine Premium:** • 400-500 €/Jahr • Vollwartung (alle Reparaturen Lohn) • Verschleißteile inkludiert • 24/7-SLA mit <12 h Reaktion **Reparatur-Häufigkeit:** • Jahre 1-5: <2 % Defekt-Wahrscheinlichkeit • Jahre 5-10: 5-8 % • Jahre 10-15: 12-18 % • Jahre 15+: stark steigend **Häufigste Defekte:** • Sensoren (80-200 €) • Pumpen (250-500 €) • Steuerungen (800-1.500 €) • Verdichter (2.000-3.500 € — selten) **Werkskundendienst Vaillant:** • 14 Standorte in DE • Reaktionszeit Großstadt: 1-3 Tage • Reaktionszeit ländlich: 3-7 Tage • Stundensatz: 120-160 € • Anfahrt: 80-150 € **Hotline:** • Standard Mo-Fr 8-18 Uhr • Notfall-Hotline 24/7 • Wartezeit: 2-8 Min • Deutsche Native Speaker **App Sensonet:** • Steuerung über Smartphone • Heizkurven-Anpassung • Wartungs-Erinnerungen • Fehlercodes-Information • Smart-Home-Integration • 4,2/5 Bewertung im App Store

⚠ Praxis-Hinweis

Bei knapper Heizlast (<7 kW) keine 9 kW WP wählen — Modulationsbereich-Probleme. JAZ-Verlust 0,2-0,4 Punkte. Energieberater-Berechnung vor Auswahl Pflicht.

Häufige Fragen — Vaillant aroTHERM Plus VWL 105/6 — 9 kW Praxis

Wann 9 kW statt 7 kW Vaillant aroTHERM Plus?
Bei Heizlast 8-10 kW, EFH 140-180 m² Bestand, mittel gedämmt. Bei <7 kW Heizlast: 7 kW Variante besser.
Was ist der Mehrpreis 9 kW vs. 7 kW?
1.500-2.500 € Aufpreis für 2 kW Mehrleistung. Lohnt sich nur bei tatsächlich höherer Heizlast.
Welche JAZ ist realistisch?
Bestand: 3,4-4,1. KfW-70: 3,9-4,7. KfW-55: 4,2-4,9. Etwas niedriger als 7 kW Variante (höhere Vorlauftemp).
Welcher Pufferspeicher passt?
Standard 300-500 L. Mit PV 450-650 L. Mit dyn. Tarif 600-800 L. Frischwasserstation bei Familien empfohlen.
Lohnt sich Vaillant ServiceLine Premium?
Ab Jahr 5-7 sinnvoll (Garantie-Ende, Reparaturen wahrscheinlicher). 400-500 €/Jahr. Spart bei Defekt 1.000-3.000 €.

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Hinweis zu technischen Angaben und Produktdaten

Die hier zitierten Hersteller-, Modell- und Marktangaben werden mit größter Sorgfalt recherchiert, können sich aber jederzeit ändern und enthalten möglicherweise Fehler. Verbindlich sind ausschließlich die offiziellen Angaben des jeweiligen Herstellers (Datenblatt, Preisliste, Produkt-Spezifikation). Wir distanzieren uns ausdrücklich von jeglicher Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der zitierten technischen Daten, Preise, Markt- oder Unternehmens­zahlen. Eine konkrete Kauf- oder Investitionsentscheidung sollte stets auf Basis aktueller Hersteller-Unterlagen und nach fachlicher Beratung durch einen qualifizierten Fachbetrieb erfolgen.