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Frankfurt am Main

Frankfurter Wärmewende — Mildklima trifft Großstadt

Frankfurt hat das mildeste Klima im Vergleich der deutschen Großstädte — beste Voraussetzungen für Wärmepumpen. Gleichzeitig betreibt Mainova ein etabliertes Fernwärmenetz, das dekarbonisiert wird. Hier die Realität für Frankfurter Eigentümer.

Frankfurter Wärmeplan-Stand

Frankfurt arbeitet an einem ambitionierten Wärmeplan mit Frist 30.06.2026. Der Plan wird gemeinsam mit der Mainova (städtische Versorger-Tochter) und der Hessischen Energieagentur LEA entwickelt. Schwerpunkte: Fernwärme-Ausbau in dichten Innenstadt-Quartieren (Bahnhofsviertel, Westend, Nordend, Bornheim), dezentrale Wärmepumpen in Eigenheim-Bezirken (Eschersheim, Niederrad, Sachsenhausen-Süd). Quartiers-Lösungen kommen für Wohngebiete der 1960er-1980er Jahre (Bockenheim, Gallus, Rödelheim) in Betracht — Quartiers-Heizzentralen mit Großwärmepumpen.

Mainova-Fernwärme-Strategie

Die Mainova-Fernwärme deckt aktuell rund 30 % der Frankfurter Wärmeversorgung. Erzeugung: Heizkraftwerke West und Niederrad, Müllheizkraftwerk. Dekarbonisierungs-Plan: schrittweiser Ausstieg aus Erdgas, Aufbau von Großwärmepumpen, Studie zu Tiefengeothermie im Frankfurter Untergrund (Vorläufer-Bohrungen 2025/26). Bis 2035 soll die Mainova-Fernwärme klimaneutral erzeugt werden — dann GEG-konform und voll förderfähig. Anschluss-Anfragen über das Mainova-Kundenportal.

Hessische Förderung in Frankfurt

Frankfurter Eigentümer können den Hessischen Energie-Effizienz-Bonus (bis 5.000 €) der WIBank kombinieren mit BAFA-Bundesförderung. Plus Modernisierungsdarlehen der WIBank zinsverbilligt für umfassende Sanierungen. Antragstellung über die WIBank in Offenbach. Plus die kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen mit Vor-Ort-Termin (Eigenanteil ~30 €). Empfehlung: Vor Antragstellung iSFP über BAFA-zugelassenen Energieberater erstellen — sichert +5 % Bonus auf alle Maßnahmen.

Frankfurter Klima-Vorteil

Frankfurt ist eine der mildesten Großstädte Deutschlands: Sonnenstunden ~1.700/Jahr, Heizgradtage nur ~3.100 Kd/a, Jahresmittel ~10,9 °C. Im Vergleich zu München sind das 400 Heizgradtage weniger pro Jahr — entspricht 10-12 % geringerem Heizbedarf. Konsequenz: Wärmepumpen erreichen in Frankfurt höhere JAZ-Werte als in den meisten anderen deutschen Großstädten. PV+WP-Kombination besonders wirtschaftlich wegen Sonnenstunden-Vorteil. Erdwärme im Frankfurter Untergrund: gut geeignet, Mainzer Sande und Kalkstein bohrtechnisch unproblematisch.

Häufige Fragen — Frankfurt am Main

Welche Frankfurter Stadtteile sind Wärmenetz-Eignungsgebiet?
Tendenziell die Innenstadt-Bezirke und Bestandsfernwärme-Quartiere. Genaue Zuordnung im finalen Wärmeplan, der bis Mitte 2026 vorliegt. Vorab-Prüfung über das Mainova-Kundenportal mit Adresse.
Lohnt sich der Hessen-Bonus zusätzlich zur BAFA?
Ja. Der Hessische Energie-Effizienz-Bonus von bis zu 5.000 € wird zusätzlich zur BAFA-Förderung gewährt, sofern alle BAFA-Voraussetzungen erfüllt sind. Antrag über WIBank parallel zum BAFA-Antrag.
Sind die Sonnenstunden in Frankfurt wirklich relevant für die WP-Planung?
Ja, indirekt. Über höhere PV-Erträge und damit höheren Eigenverbrauchsanteil bei PV+WP-Kombination. Frankfurter EFH mit 8 kWp PV erreicht ~7.500 kWh/Jahr Ertrag — etwa 5 % über Bundes-Schnitt.

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