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Long-Tail-Q&A — Entlüften

Luft in der Wärmepumpen-Heizung richtig angehen

Wenn Anzeichen für Luft im Heizkreis auftreten — wie geht man es richtig an? Diese Seite fasst zusammen, wo und wie entlüftet wird, was der Verbraucher selbst tun kann, warum Entlüften und Anlagendruck zusammengehören und wann ein wiederkehrender Lufteintrag in die Hände des Fachbetriebs gehört.

7 Min. Lesezeit4 Abschnitte·Xpora-Redaktion · geprüft 2026

Entlüften — wo und wie#

Wenn Luft im Heizkreis angegangen werden soll, geschieht das durch Entlüften — das Herauslassen der Luft. Es lohnt sich zu verstehen, wo und wie das grundsätzlich geschieht, auch wenn die konkrete Ausführung von der Anlage abhängt.

Das Wo ergibt sich aus einer Eigenschaft der Luft: Luft ist leichter als Wasser und steigt im System nach oben. Sie sammelt sich deshalb an höher gelegenen Punkten und an dafür vorgesehenen Stellen. Genau dort sitzen die Entlüftungseinrichtungen — die Stellen, an denen die Luft aus dem Heizkreis abgelassen werden kann.

Dabei sind zwei Arten zu unterscheiden. Es gibt automatische Entlüftungseinrichtungen, die selbsttätig arbeiten: Sie führen Luft, die sich an ihnen sammelt, von allein ab, ohne dass jemand etwas tun muss. Und es gibt Stellen zum manuellen Entlüften — etwa Entlüftungsventile an Heizkörpern —, an denen die Luft von Hand abgelassen wird. Das manuelle Entlüften eines Heizkörpers ist der Vorgang, den viele aus der Zeit der klassischen Heizung kennen: An einem Ventil wird die Luft kontrolliert herausgelassen, bis statt Luft wieder Wasser kommt.

Das Wie folgt diesem Grundgedanken: An der Entlüftungsstelle wird die angesammelte Luft abgelassen, das Heizungswasser rückt nach, und der betroffene Bereich des Heizkreises ist wieder mit Wasser gefüllt. Bei automatischen Einrichtungen geschieht das von selbst, beim manuellen Entlüften durch einen gezielten Handgriff.

Welche Entlüftungseinrichtungen die eigene Wärmepumpen-Anlage hat, wo sie sitzen und wie ein manuelles Entlüften bei der konkreten Anlage richtig gemacht wird, lässt sich nicht pauschal sagen — das ist von Anlage zu Anlage verschieden. Diese Auskunft gibt am besten der Fachbetrieb, der die Anlage installiert hat, oder die Anlagendokumentation. Wichtig für das Verständnis ist der Grundsatz: Entlüftet wird an den dafür vorgesehenen Stellen, an denen sich die Luft sammelt — teils automatisch, teils von Hand.

Was der Verbraucher selbst tun kann und was nicht#

Eine praktische Frage beim Umgang mit Luft im Heizkreis lautet: Was kann der Verbraucher selbst tun, und wo sind die Grenzen?

Selbst tun kann der Verbraucher zweierlei. Erstens: beobachten. Wie eine andere Q&A-Seite in diesem Cluster zeigt, gibt es Anzeichen für Luft im Heizkreis — Geräusche, ungleichmäßig warme Heizflächen, ein auffälliger Anlagendruck. Diese Anzeichen wahrzunehmen ist Sache des Verbrauchers, und es ist wertvoll, weil es ein Problem früh sichtbar macht.

Zweitens kann, je nach Anlage, ein einfaches manuelles Entlüften eines Heizkörpers etwas sein, das der Verbraucher selbst erledigt. Das Entlüften eines Heizkörpers über das Entlüftungsventil ist ein vergleichsweise einfacher Vorgang, den früher viele selbst durchgeführt haben. Ob und wie das bei der eigenen Anlage sinnvoll und vorgesehen ist, sollte man sich allerdings vom Fachbetrieb zeigen und erklären lassen — am besten bei der Inbetriebnahme oder einer Wartung. Dann weiß man, ob man bei der eigenen Anlage selbst einen Heizkörper entlüften kann und worauf dabei zu achten ist.

Was der Verbraucher dagegen nicht selbst tun sollte, ist alles, was über ein solches einfaches Entlüften hinausgeht. Das Entlüften an anderen Stellen der Anlage, das Beurteilen, ob die automatischen Einrichtungen richtig funktionieren, und vor allem die Ursachensuche bei wiederkehrender Luft sind fachliche Aufgaben. Sie verlangen Wissen über die konkrete Anlage und gehören in die Hände des Fachbetriebs.

Wichtig ist außerdem: Auch ein einfaches manuelles Entlüften ist kein völlig isolierter Handgriff. Es hängt mit dem Anlagendruck zusammen — und damit, wie der nächste Abschnitt zeigt, mit einem Thema, das man mitdenken muss.

Die Linie für den Verbraucher lautet damit: Beobachten ja, ein einfaches Entlüften eines Heizkörpers gegebenenfalls ja — aber im Zweifel, und bei allem, was darüber hinausgeht, ist es kein Fehler, sondern richtig, den Fachbetrieb einzubeziehen.

Entlüften und Druck zusammen denken#

Ein Punkt, der beim Umgang mit Luft im Heizkreis leicht übersehen wird, aber wichtig ist: Entlüften und Anlagendruck gehören zusammen. Wer entlüftet, sollte den Druck mitdenken.

Der Hintergrund ist der Zusammenhang zwischen Luft und Druck, den eine andere Q&A-Seite in diesem Cluster bereits angesprochen hat. Die Heizungsanlage ist ein geschlossenes System, das unter einem bestimmten Anlagendruck steht — diesem Druck ist ein eigener Q&A-Cluster dieses Portals gewidmet. Wenn nun beim Entlüften Luft aus dem System abgelassen wird, verändert sich der Inhalt des geschlossenen Systems. Und eine Veränderung am Systeminhalt kann sich auf den Anlagendruck auswirken.

Konkret heißt das: Nach einem Entlüften kann der Anlagendruck niedriger sein als zuvor. Es ist nachvollziehbar — die Luft, die Raum eingenommen hat, ist heraus, und das wirkt sich auf den Druck aus. Deshalb gehört zum richtigen Umgang mit Luft, nach dem Entlüften einen Blick auf den Anlagendruck zu werfen.

Die beiden Themen sind also gewissermaßen zwei Seiten derselben Sache. Ein Entlüften kann dazu führen, dass anschließend der Druck zu prüfen und gegebenenfalls wieder in den vorgesehenen Bereich zu bringen ist — also gegebenenfalls Wasser nachzufüllen. Wie der Anlagendruck zu beurteilen ist, welcher Bereich richtig ist und wie mit dem Nachfüllen umzugehen ist, behandelt ausführlich der Q&A-Cluster zum Anlagendruck.

Für den Verbraucher ist die praktische Konsequenz einfach: Entlüften und Druck nicht getrennt betrachten. Wer Luft aus dem Heizkreis abgelassen hat — oder bei wem der Fachbetrieb entlüftet hat —, sollte anschließend den Anlagendruck im Blick haben. Und umgekehrt: Wenn rund um das Thema Luft und Entlüften etwas geschieht, gehört der Druck mit auf die Liste der Dinge, die man beachtet. Diese beiden Themen — Luft und Druck — gemeinsam zu denken, ist ein Stück richtiger Umgang mit der Heizungsanlage.

Wiederkehrender Luft-Eintrag — ein Fall für den Fachbetrieb#

Der wichtigste Gedanke zum richtigen Umgang mit Luft im Heizkreis betrifft die Unterscheidung zwischen normaler und auffälliger Luft — und die Erkenntnis, dass ein wiederkehrender Lufteintrag ein Fall für den Fachbetrieb ist.

Wie die anderen Q&A-Seiten in diesem Cluster gezeigt haben, ist Luft im Heizkreis in vielen Fällen normal und erklärbar: Luft aus dem Befüllwasser, Luft nach einem Befüllen oder nach Arbeiten an der Anlage, und besonders Luft in der Anfangszeit einer neuen Anlage. In all diesen Fällen ist ein gelegentliches Entlüften die passende, unproblematische Antwort. Das Thema beruhigt sich, sobald die Luft herausgearbeitet ist.

Etwas anderes ist es, wenn der Lufteintrag wiederkehrt — wenn also eine seit Langem eingespielte Anlage immer wieder mit Luft zu tun hat, wenn man immer wieder entlüften muss, ohne dass es einen erkennbaren Anlass wie ein vorangegangenes Befüllen oder eine Reparatur gäbe. Ein solcher wiederkehrender, anlassloser Lufteintrag ist nicht das normale Einspielen einer Anlage. Er ist ein Hinweis, dass etwas nicht stimmt.

Hinter einem wiederkehrenden Lufteintrag kann etwas stecken, das fachlich zu klären ist — eine Ursache, durch die fortwährend Luft in das System gelangt. Was genau, lässt sich für den Laien nicht beurteilen, und das muss er auch nicht. Wichtig ist die richtige Reaktion: Ein wiederkehrender Lufteintrag ist kein Fall, den man durch immer neues Entlüften auf Dauer verwaltet. Das Entlüften behebt dann nur die Folge — die Luft —, nicht die Ursache. Solange die Ursache besteht, kommt weiter Luft hinzu.

Deshalb gilt: Wer feststellt, dass er immer wieder und ohne Anlass entlüften muss, sollte den Fachbetrieb einschalten. Eine Fachkraft kann der Sache auf den Grund gehen und die Ursache klären, während der Verbraucher mit immer neuem Entlüften nur Symptome bekämpfen würde.

Das ist die Quintessenz des richtigen Umgangs mit Luft: Gelegentliches Entlüften bei normalen, erklärbaren Anlässen — kein Problem. Ein wiederkehrender, anlassloser Lufteintrag — ein Warnsignal, dem man mit dem Fachbetrieb nachgeht, statt es zur Gewohnheit werden zu lassen. Wer diese Unterscheidung kennt, geht Luft in der Wärmepumpen-Heizung richtig an.

⚠ Praxis-Hinweis

Ein wiederkehrender, anlassloser Lufteintrag bei einer eingespielten Anlage ist ein Warnsignal — immer neues Entlüften behebt nur die Folge, nicht die Ursache. Nach jedem Entlüften außerdem den Anlagendruck prüfen, da er dabei sinken kann.

Häufige Fragen — Luft in der Wärmepumpen-Heizung richtig angehen

Wo wird eine Heizungsanlage entlüftet?
An den Entlüftungseinrichtungen — Stellen, an denen sich die Luft sammelt, weil sie nach oben steigt. Es gibt automatische Einrichtungen, die selbsttätig arbeiten, und Stellen zum manuellen Entlüften wie Entlüftungsventile an Heizkörpern.
Kann ich selbst entlüften?
Ein einfaches manuelles Entlüften eines Heizkörpers kann je nach Anlage etwas sein, das der Verbraucher selbst erledigt. Man sollte es sich aber vom Fachbetrieb zeigen lassen. Alles, was darüber hinausgeht, gehört in fachkundige Hände.
Warum gehören Entlüften und Druck zusammen?
Beim Entlüften wird Luft aus dem geschlossenen System abgelassen — das verändert den Systeminhalt und kann den Anlagendruck senken. Nach einem Entlüften sollte man deshalb den Anlagendruck prüfen und gegebenenfalls Wasser nachfüllen.
Wann ist Luft im Heizkreis normal?
Bei erklärbaren Anlässen — Luft aus dem Befüllwasser, nach einem Befüllen oder nach Arbeiten an der Anlage und besonders in der Anfangszeit einer neuen Anlage. Dann ist ein gelegentliches Entlüften die passende, unproblematische Antwort.
Was tun bei wiederkehrendem Lufteintrag?
Den Fachbetrieb einschalten. Wenn eine eingespielte Anlage immer wieder ohne Anlass Luft hat, steckt womöglich eine Ursache dahinter. Immer neues Entlüften behebt nur die Folge — die Ursachensuche ist eine fachliche Aufgabe.

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