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Höchste Effizienz

Sole-Wasser-Wärmepumpe — die Erdwärme-Lösung

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme über Erdsonden oder Erdkollektoren und erreicht die höchste Effizienz aller Wärmepumpen-Typen. Mit JAZ-Werten von 4,2-5,2 ist sie wirtschaftlich überlegen — aber Bohrung und Genehmigungsverfahren machen sie aufwändiger. Hier die ehrliche Bewertung.

Erdsonde vs. Erdkollektor

Zwei Ausführungen: Erdsonde — vertikale Tiefenbohrung 50-150 m mit U-Rohr-Sonde. Vorteile: minimaler Platzbedarf (1-2 m² Grundstücksfläche pro Sonde), gleichbleibende Sole-Temperatur ganzjährig (8-12 °C), höchste Effizienz. Nachteile: Bohrkosten 8.000-15.000 €, Genehmigungsverfahren über Untere Wasserbehörde dauert 2-6 Monate, in Wasserschutzgebieten verboten. Erdkollektor — horizontale Verlegung in 1-1,5 m Tiefe. Vorteile: keine Bohrung, kostengünstiger (3.000-6.000 €), keine Genehmigung nötig. Nachteile: braucht 1,5-2x Wohnfläche an Grundstück, Sole-Temperatur schwankt mit Jahreszeit (5-15 °C).

Effizienz und JAZ-Werte

Die Sole-Temperatur bleibt im Erdreich relativ konstant (8-12 °C bei Erdsonde, 5-15 °C bei Erdkollektor) — viel günstiger als die schwankende Außenluft im Winter. Konsequenz: JAZ deutlich höher als Luft-Wasser. Premium-Modelle (NIBE F1255, Viessmann Vitocal 333-G, Stiebel Eltron WPF): JAZ 4,5-5,2. Mittelklasse-Modelle: JAZ 4,0-4,5. ETAs-Werte (Labor): 165-200 %. Pflicht-BAFA-Mindestwert 150 % — wird von praktisch allen Modellen deutlich übertroffen. Stromkosten im Betrieb 25-35 % niedriger als bei Luft-Wasser-WP gleicher Heizlast.

Genehmigungsverfahren Bohrung

Erdsonden-Bohrung erfordert wasserrechtliche Erlaubnis durch Untere Wasserbehörde des Landratsamts. Antragstellung: Bohrfirma reicht Antrag mit Lageplan, Geologie-Gutachten, Bohrtiefe, technischer Beschreibung ein. Dauer: 2-6 Monate. Kosten Genehmigung: 200-800 €. In Wasserschutzgebieten Schutzzone II oder strenger: meist verboten. Im Hessischen Ried, Trinkwasserschutzgebieten oder bei Karst-Untergrund kann auch außerhalb Schutzgebiet abgelehnt werden. Vor jeder Erdwärme-Investition: Geologie-Voranfrage bei der Wasserbehörde mit Standort-Adresse.

Wirtschaftlichkeit gegenüber Luft-Wasser

Mehrkosten Sole-Wasser gegenüber Luft-Wasser: 8.000-15.000 € (vor allem Bohrung). Stromersparnis: 25-35 % geringerer Verbrauch. Bei einem Standard-EFH mit 4.000 kWh Luft-Wasser-Verbrauch: Sole-Wasser-Verbrauch 2.800-3.000 kWh, Ersparnis 1.000-1.200 kWh × 0,30 € = 300-360 € pro Jahr. Amortisation der Mehrkosten: 25-35 Jahre. Wirtschaftlich daher Grenz-Investition. Lohnt sich vor allem in: kalten Klimazonen (Mittelgebirgs-Lagen), bei sehr großen Häusern mit hohem Wärmebedarf, bei langfristiger Nutzungs-Perspektive (20+ Jahre), bei großzügigem Grundstück ohne Wasserschutz-Restriktion.

Häufige Fragen — Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) 2026

Wie tief muss die Erdsonde sein?
Standard-EFH 130 m²: 1 Sonde mit 80-120 m Tiefe oder 2 Sonden mit jeweils 60 m. Ausgelegt nach Heizlast und Untergrund-Wärmeentzugsleistung. Berechnung durch Energieberater oder spezialisiertes Bohrunternehmen.
Ist Erdwärme überall möglich?
Nicht überall. In Wasserschutzgebieten Schutzzone II oder strenger: meist verboten. Im Karst-Untergrund (z.B. Schwäbische Alb) oft schwierig. Im Hessischen Ried, Wetterau-Tonschichten machbar mit Sondergutachten. Geologie-Voranfrage bei Wasserbehörde klärt das im Vorfeld.
Welche Modelle für Sole-Wasser?
Premium: NIBE F1255 (skandinavischer Spezialist), Viessmann Vitocal 333-G, Stiebel Eltron WPF. Mittelklasse: Vaillant flexoTHERM, Bosch Compress 3400i. Alle BAFA-förderfähig.

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