Startseite/Ratgeber/Wärmepumpe Warmwasser — Temperatur und Legionellen
Long-Tail-Q&A — Warmwasser

Wärmepumpe Warmwasser — Temperatur und Legionellen

Bei der Warmwasserbereitung mit der Wärmepumpe treffen zwei Ziele aufeinander: Effizienz spricht für eine niedrige Temperatur, Hygiene für eine ausreichend hohe. Diese Q&A-Seite erklärt, welche Warmwassertemperatur sinnvoll ist, warum die Legionellen-Schutzaufheizung wichtig ist, wie man die Legionellenschaltung einstellt und wie sich Komfort, Hygiene und Effizienz in Einklang bringen lassen.

Welche Warmwassertemperatur sinnvoll ist

Eine zentrale Einstellung bei der Warmwasserbereitung ist die Solltemperatur, auf die der Trinkwarmwasserspeicher geladen wird. Sie ist ein Kompromiss zwischen mehreren Anforderungen. Die Anforderungen an die Warmwassertemperatur: — Komfort: Das Warmwasser soll angenehm warm zum Duschen und Baden sein. Wer beim Duschen kaltes Wasser zumischt, hat ohnehin gemerkt, dass eine moderate Speichertemperatur für den Komfort reicht. — Ausreichende Menge: Eine etwas höhere Speichertemperatur bedeutet, dass mehr nutzbares Warmwasser zur Verfügung steht, weil man es beim Zapfen mit mehr Kaltwasser mischen kann. — Hygiene: Aus hygienischen Gründen — Stichwort Legionellen — sollte das Warmwasser eine gewisse Mindesttemperatur nicht dauerhaft unterschreiten. Dazu der nächste Abschnitt. — Effizienz: Je höher die Speichertemperatur, desto härter muss die Wärmepumpe arbeiten und desto mehr Strom verbraucht die Warmwasserbereitung. Effizienz spricht also für eine möglichst niedrige Temperatur. Der übliche Bereich. In der Praxis wird der Trinkwarmwasserspeicher typischerweise auf eine Solltemperatur im Bereich von rund 50 bis 55 Grad geladen. Dieser Bereich ist ein bewährter Kompromiss: warm genug für Komfort und Menge, hoch genug für die hygienischen Anforderungen im laufenden Betrieb, aber nicht so hoch, dass die Effizienz unnötig leidet. Warum man nicht zu niedrig gehen sollte. Es liegt nahe, aus Effizienzgründen die Temperatur möglichst weit abzusenken. Hier ist aber Vorsicht geboten: Eine dauerhaft zu niedrige Warmwassertemperatur ist aus hygienischen Gründen problematisch, weil sie die Vermehrung von Legionellen begünstigen kann. Die Temperatur ist also keine reine Effizienz-Stellschraube, die man beliebig nach unten drehen darf — sie hat eine hygienische Untergrenze. Warum man nicht unnötig hoch gehen sollte. Umgekehrt sollte man die Solltemperatur auch nicht unnötig hoch einstellen. Jedes Grad mehr kostet Effizienz und damit Strom. Eine dauerhaft sehr hohe Speichertemperatur — deutlich über dem üblichen Bereich — treibt den Verbrauch der Warmwasserbereitung, ohne einen echten Mehrwert zu bringen. Die Rolle des Fachbetriebs. Die richtige Solltemperatur wird bei der Inbetriebnahme eingestellt. Der Fachbetrieb wählt einen Wert, der Komfort, Menge, Hygiene und Effizienz ausbalanciert. Wer den Verdacht hat, dass die Temperatur unnötig hoch oder zu niedrig eingestellt ist, sollte das mit dem Fachbetrieb besprechen. Die Einordnung: Die sinnvolle Warmwassertemperatur liegt typischerweise im Bereich von rund 50 bis 55 Grad — ein Kompromiss aus Komfort, ausreichender Menge, Hygiene und Effizienz. Sie hat eine hygienische Untergrenze, unter die man nicht dauerhaft gehen sollte, und es lohnt sich nicht, sie unnötig hoch zu stellen. Der wichtigste Hygiene-Aspekt — die Legionellen — ist Thema des nächsten Abschnitts.

Legionellen — warum die Schutzaufheizung wichtig ist

Beim Thema Warmwassertemperatur taucht immer wieder ein Begriff auf: Legionellen. Es lohnt sich zu verstehen, worum es geht — denn daraus erklärt sich, warum die Warmwassertemperatur nicht beliebig abgesenkt werden darf. Was Legionellen sind. Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise in geringer Zahl im Wasser vorkommen. Problematisch werden sie, wenn sie sich stark vermehren. Eine Vermehrung findet bevorzugt in einem bestimmten lauwarmen Temperaturbereich statt — grob im Bereich zwischen rund 25 und 45 Grad. In diesem lauwarmen Bereich finden Legionellen gute Bedingungen. Warum die Temperatur entscheidend ist. Die Temperatur ist das wichtigste Mittel gegen eine übermäßige Legionellen-Vermehrung. Bei deutlich höheren Temperaturen werden Legionellen abgetötet beziehungsweise an der Vermehrung gehindert. Genau deshalb gibt es eine hygienische Untergrenze für die Warmwassertemperatur: Würde das Warmwasser dauerhaft im lauwarmen Bereich gehalten, könnten sich Legionellen im Speicher und im Leitungssystem vermehren. Die Gefahr. Eine starke Legionellen-Vermehrung im Warmwasser ist ein gesundheitliches Risiko — vor allem, wenn die Bakterien über zerstäubtes Wasser, etwa beim Duschen, eingeatmet werden. Deshalb ist der hygienisch sichere Betrieb der Warmwasserbereitung kein Nebenthema, sondern ein berechtigtes Anliegen. Die Legionellen-Schutzaufheizung. Damit das Warmwasser hygienisch sicher bleibt, gibt es die Legionellen-Schutzaufheizung — oft kurz Legionellenschaltung genannt. Dabei wird der gesamte Inhalt des Trinkwarmwasserspeichers in regelmäßigen Abständen auf eine ausreichend hohe Temperatur aufgeheizt, um eine Legionellen-Vermehrung zu verhindern. Diese regelmäßige Aufheizung ist eine Standardfunktion der Wärmepumpen-Regelung. Die Rolle des Heizstabs. Für die Legionellen-Schutzaufheizung wird oft der elektrische Heizstab genutzt — denn die nötige höhere Temperatur erreicht die Wärmepumpe allein nicht immer effizient. Dass der Heizstab für die regelmäßige Schutzaufheizung einspringt, ist eingeplant und normal. Wichtig ist, dass er nur dafür und nicht dauernd läuft. Die unterschiedlichen Anforderungen. Wie streng die Anforderungen an die Legionellen-Vorsorge sind, hängt von der Art der Anlage ab. Für große Anlagen, die viele Wohneinheiten versorgen — etwa in Mehrfamilienhäusern —, gelten strengere, klar geregelte Vorgaben. Für kleine Anlagen im einzelnen Einfamilienhaus, mit kleinem Speicher und kurzen Leitungswegen, sind die formalen Anforderungen geringer. Doch auch im Einfamilienhaus ist eine regelmäßige Schutzaufheizung sinnvoll und üblich. Die Frischwasserstation entschärft das Thema von vornherein, weil sie kaum Trinkwasser vorhält. Die Einordnung: Die Legionellen-Schutzaufheizung ist ein wichtiger Hygiene-Baustein der Warmwasserbereitung. Sie heizt den Speicher regelmäßig auf eine ausreichend hohe Temperatur auf, um die Vermehrung von Legionellen zu verhindern. Sie ist der Grund, warum die Warmwassertemperatur eine hygienische Untergrenze hat und nicht beliebig aus Effizienzgründen abgesenkt werden darf. Wie man die Legionellenschaltung einstellt, zeigt der nächste Abschnitt.

Die Legionellenschaltung richtig einstellen

Die Legionellen-Schutzaufheizung ist wichtig — aber sie kostet auch Energie, weil das Aufheizen auf die höhere Temperatur, oft mit dem Heizstab, Strom verbraucht. Es geht also darum, sie richtig einzustellen: sicher genug für die Hygiene, aber nicht häufiger als nötig. Die Stellschrauben. Bei der Legionellenschaltung lassen sich in der Regel zwei Dinge einstellen: wie hoch aufgeheizt wird und wie häufig. Die Aufheiztemperatur. Die Schutzaufheizung muss eine ausreichend hohe Temperatur erreichen, damit sie ihren Zweck erfüllt. Diese Temperatur liegt über der normalen Warmwasser-Solltemperatur. Sie sollte hoch genug sein, um die Hygiene zu sichern, aber nicht unnötig hoch. Die Häufigkeit — der wichtigste Hebel. Die Häufigkeit der Schutzaufheizung ist der entscheidende Punkt für die Balance aus Hygiene und Effizienz. Eine zu seltene Aufheizung gefährdet die Hygiene. Eine zu häufige Aufheizung — etwa täglich — kostet unnötig Strom, ohne einen hygienischen Mehrwert zu bringen. In der Praxis ist für kleine Anlagen im Einfamilienhaus eine Schutzaufheizung in einem regelmäßigen, nicht zu häufigen Rhythmus üblich — oft wöchentlich. Eine tägliche Schutzaufheizung ist meist nicht nötig und treibt nur den Verbrauch. Der häufige Fehler. Ein verbreiteter Fehler ist eine zu häufig eingestellte Legionellenschaltung. Manchmal ist sie nach der Inbetriebnahme vorsichtshalber auf einen häufigen Rhythmus gestellt und wurde nie angepasst. Eine Schutzaufheizung, die häufiger läuft als nötig, ist ein stiller Stromfresser — sie heizt regelmäßig den ganzen Speicher auf eine hohe Temperatur, oft mit dem Heizstab. Wer einen unerklärlich hohen Warmwasser-Stromverbrauch hat, sollte die Einstellung der Legionellenschaltung prüfen lassen. Die zeitliche Lage. Auch wann die Schutzaufheizung läuft, lässt sich oft einstellen. Sinnvoll ist eine Zeit, in der ohnehin wenig Warmwasser gebraucht wird. Wer eine PV-Anlage hat, kann die Schutzaufheizung nach Möglichkeit in eine sonnenreiche Zeit legen, sodass sie zumindest teilweise mit Solarstrom läuft. Die richtige Einstellung ist Fachsache. Die Einstellung der Legionellenschaltung — Temperatur, Häufigkeit, Zeit — gehört in fachkundige Hände. Der Fachbetrieb stellt sie bei der Inbetriebnahme so ein, dass Hygiene und Effizienz ausbalanciert sind. Der Hauseigentümer sollte die Funktion aber nicht eigenmächtig abschalten — sie hat einen wichtigen hygienischen Zweck. Wer den Verdacht hat, dass sie zu häufig läuft, sollte das mit dem Fachbetrieb klären, statt sie zu deaktivieren. Die Einordnung: Die Legionellenschaltung sollte richtig eingestellt sein — mit ausreichender Aufheiztemperatur und einer regelmäßigen, aber nicht zu häufigen Wiederholung. Eine zu häufig eingestellte Schutzaufheizung ist ein stiller Stromfresser. Die Einstellung ist Sache des Fachbetriebs; abschalten sollte man die Funktion nicht, weil sie einen wichtigen hygienischen Zweck erfüllt.

Komfort, Hygiene und Effizienz im Gleichgewicht

Bei der Warmwasserbereitung mit der Wärmepumpe geht es letztlich darum, drei Ziele in Einklang zu bringen: den Komfort, die Hygiene und die Effizienz. Sie ziehen teils in unterschiedliche Richtungen — die Kunst liegt im richtigen Gleichgewicht. Die drei Ziele und ihr Spannungsverhältnis: — Der Komfort verlangt warmes Wasser in ausreichender Menge, jederzeit verfügbar. — Die Hygiene verlangt eine ausreichend hohe Temperatur und die regelmäßige Schutzaufheizung, damit sich keine Legionellen vermehren. — Die Effizienz spricht für eine möglichst niedrige Temperatur und eine möglichst seltene Schutzaufheizung, weil jede höhere Temperatur und jede zusätzliche Aufheizung Strom kostet. Komfort und Hygiene ziehen in eine ähnliche Richtung — beide sprechen für eine angemessen hohe Temperatur. Die Effizienz zieht in die andere Richtung. Das richtige Gleichgewicht liegt nicht an einem Extrem, sondern in der Mitte. Wie das Gleichgewicht aussieht. In der Praxis bedeutet ein gutes Gleichgewicht: — Eine Warmwasser-Solltemperatur im bewährten Bereich von rund 50 bis 55 Grad — warm genug für Komfort und Hygiene im laufenden Betrieb, nicht so hoch, dass die Effizienz unnötig leidet. — Eine Legionellen-Schutzaufheizung, die regelmäßig, aber nicht zu häufig läuft — sicher für die Hygiene, ohne den Verbrauch unnötig zu treiben. — Eine richtig ausgelegte Speichergröße, sodass der Komfort ohne überhöhte Temperatur gesichert ist. — Eine Zeitsteuerung der Warmwasserbereitung, die den Speicher rechtzeitig vor der Verbrauchsspitze füllt und nach Möglichkeit günstige Zeiten — etwa für PV-Strom — nutzt. Was man vermeiden sollte. Zwei Extreme sind falsch. Das eine: die Temperatur aus Effizienz-Eifer dauerhaft so weit abzusenken oder die Legionellenschaltung abzuschalten, dass die Hygiene gefährdet ist — Effizienz darf nicht auf Kosten der Gesundheit gehen. Das andere: aus übertriebener Vorsicht eine dauerhaft sehr hohe Temperatur und eine sehr häufige Schutzaufheizung einzustellen — das treibt den Verbrauch, ohne einen echten Mehrwert zu bringen. Das richtige Maß liegt dazwischen. Die Rolle des Fachbetriebs. Das Gleichgewicht herzustellen ist Aufgabe des Fachbetriebs bei der Inbetriebnahme. Er stellt Solltemperatur, Legionellenschaltung und Zeitsteuerung so ein, dass alle drei Ziele angemessen erfüllt sind. Der Hauseigentümer sollte die Einstellungen nicht eigenmächtig in ein Extrem verschieben, kann aber bei einem konkreten Verdacht — auffällig hoher Warmwasserverbrauch oder hygienische Bedenken — das Gespräch mit dem Fachbetrieb suchen. Der PV-Bonus. Wer eine PV-Anlage hat, kann das Spannungsverhältnis entspannen: Wird die Warmwasserbereitung und die Legionellenschaltung in sonnenreiche Zeiten gelegt, läuft sie zu einem guten Teil mit Solarstrom. Dann kostet auch eine etwas höhere Temperatur oder eine zusätzliche Aufheizung weniger — Hygiene und Komfort lassen sich dann mit geringeren Effizienz-Bedenken sichern. Die zusammenfassende Botschaft: Bei der Warmwasserbereitung mit der Wärmepumpe geht es um das Gleichgewicht von Komfort, Hygiene und Effizienz. Das richtige Maß liegt nicht an einem Extrem: nicht in einer gefährlich niedrigen Temperatur aus Effizienz-Eifer und nicht in einer unnötig hohen aus übertriebener Vorsicht. Eine Solltemperatur im bewährten Bereich, eine sinnvoll eingestellte Legionellenschaltung, eine richtige Speichergröße und eine kluge Zeitsteuerung bringen die drei Ziele in Einklang. Die Einstellung gehört in die Hand des Fachbetriebs.

⚠ Praxis-Hinweis

Die Warmwassertemperatur hat eine hygienische Untergrenze — sie darf nicht aus Effizienz-Eifer dauerhaft in den lauwarmen Bereich abgesenkt werden, in dem sich Legionellen vermehren. Die Legionellen-Schutzaufheizung nicht abschalten. Umgekehrt ist eine zu häufig eingestellte Schutzaufheizung ein stiller Stromfresser — die richtige Häufigkeit liegt in der Mitte.

Häufige Fragen — Wärmepumpe Warmwasser — Temperatur und Legionellen

Welche Warmwassertemperatur ist bei der Wärmepumpe sinnvoll?
In der Praxis wird der Trinkwarmwasserspeicher typischerweise auf eine Solltemperatur im Bereich von rund 50 bis 55 Grad geladen. Das ist ein bewährter Kompromiss: warm genug für Komfort und ausreichende Menge, hoch genug für die hygienischen Anforderungen im laufenden Betrieb, aber nicht so hoch, dass die Effizienz unnötig leidet. Die Temperatur hat eine hygienische Untergrenze, unter die man nicht dauerhaft gehen sollte — und unnötig hoch sollte man sie auch nicht stellen, weil jedes Grad mehr Strom kostet.
Was sind Legionellen und warum sind sie ein Thema?
Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise in geringer Zahl im Wasser vorkommen. Problematisch werden sie, wenn sie sich stark vermehren — das geschieht bevorzugt in einem lauwarmen Temperaturbereich grob zwischen 25 und 45 Grad. Eine starke Vermehrung im Warmwasser ist ein gesundheitliches Risiko, vor allem wenn die Bakterien über zerstäubtes Wasser beim Duschen eingeatmet werden. Deshalb darf das Warmwasser nicht dauerhaft im lauwarmen Bereich gehalten werden — die Temperatur ist das wichtigste Mittel dagegen.
Was ist die Legionellen-Schutzaufheizung?
Die Legionellen-Schutzaufheizung — kurz Legionellenschaltung — ist eine Standardfunktion der Wärmepumpen-Regelung. Sie heizt den gesamten Inhalt des Trinkwarmwasserspeichers in regelmäßigen Abständen auf eine ausreichend hohe Temperatur auf, um eine Legionellen-Vermehrung zu verhindern. Dafür wird oft der elektrische Heizstab genutzt, weil die nötige höhere Temperatur die Wärmepumpe allein nicht immer effizient erreicht — dass der Heizstab dafür einspringt, ist eingeplant und normal.
Wie oft sollte die Legionellenschaltung laufen?
In einem regelmäßigen, aber nicht zu häufigen Rhythmus — für kleine Anlagen im Einfamilienhaus ist oft ein wöchentlicher Rhythmus üblich. Eine tägliche Schutzaufheizung ist meist nicht nötig und treibt nur den Stromverbrauch. Eine zu häufig eingestellte Legionellenschaltung ist ein verbreiteter Fehler und ein stiller Stromfresser, weil sie regelmäßig den ganzen Speicher auf eine hohe Temperatur heizt. Die richtige Häufigkeit stellt der Fachbetrieb ein — bei auffällig hohem Warmwasserverbrauch lohnt es sich, die Einstellung prüfen zu lassen.
Darf ich die Legionellenschaltung abschalten, um Strom zu sparen?
Nein, das sollte man nicht. Die Legionellen-Schutzaufheizung erfüllt einen wichtigen hygienischen Zweck — sie verhindert die Vermehrung gesundheitsgefährdender Bakterien im Warmwasser. Effizienz darf nicht auf Kosten der Gesundheit gehen. Wer den Verdacht hat, dass die Schutzaufheizung zu häufig läuft und unnötig Strom kostet, sollte das mit dem Fachbetrieb klären und die Häufigkeit anpassen lassen — nicht aber die Funktion eigenmächtig deaktivieren.
Kann ich die Warmwassertemperatur aus Effizienzgründen weit absenken?
Nur begrenzt. Es liegt nahe, die Temperatur aus Effizienzgründen abzusenken — aber sie hat eine hygienische Untergrenze. Eine dauerhaft zu niedrige Warmwassertemperatur begünstigt die Vermehrung von Legionellen und ist deshalb problematisch. Die Temperatur ist keine reine Effizienz-Stellschraube, die man beliebig nach unten drehen darf. Der bewährte Bereich von rund 50 bis 55 Grad ist der Kompromiss aus Effizienz und Hygiene — darunter sollte man dauerhaft nicht gehen.
Wie bringe ich Komfort, Hygiene und Effizienz beim Warmwasser in Einklang?
Mit dem richtigen Maß statt einem Extrem: eine Solltemperatur im bewährten Bereich von rund 50 bis 55 Grad, eine Legionellenschaltung, die regelmäßig aber nicht zu häufig läuft, eine richtig ausgelegte Speichergröße und eine kluge Zeitsteuerung, die den Speicher rechtzeitig füllt und günstige Zeiten nutzt. Wer eine PV-Anlage hat, kann die Warmwasserbereitung in sonnenreiche Zeiten legen. Die Einstellung gehört in die Hand des Fachbetriebs — weder eine gefährlich niedrige Temperatur noch eine unnötig hohe ist das Ziel.

Warmwasser mit der Wärmepumpe richtig planen

Wir vermitteln Heizungsbauer-Partner, die Speichergröße, Warmwassertemperatur und PV-Kopplung passend auslegen.