Startseite/Förderung/Förderung Einfamilienhaus (EFH) — die Standard-Konstellation
EFH

BAFA-Förderung im Einfamilienhaus

Das Einfamilienhaus ist die häufigste Konstellation für Wärmepumpen-Förderung. Hier verstehen Sie die EFH-spezifischen Förderhöhen und typische Konstellationen für 100/130/160-m²-Häuser.

Förderbedingungen EFH

Beim EFH gelten die Standard-BAFA-Bedingungen mit voller Bonus-Ausschöpfung möglich. Förderfähige Kosten: 30.000 € (für die einzelne Wohneinheit). Maximale Förderquote: 70 % bei selbstnutzenden Eigentümern mit voller Bonus-Ausschöpfung — also 21.000 € Zuschuss. Bei reduzierter Bonus-Konstellation (nur Grundförderung + Klimabonus): 50 % = 15.000 € Zuschuss. Bei reiner Grundförderung: 30 % = 9.000 € Zuschuss. Selbstnutzer haben Vorteile beim Einkommensbonus +30 % bei Haushaltseinkommen unter 40.000 €.

Typische Konstellationen 100/130/160 m²

EFH 100 m² (Niedrigenergie-Haus, gut gedämmt): Heizlast 4-6 kW, WP-Investition 22.000-26.000 €, Eigenanteil mit voller Förderung 6.500-8.000 €. EFH 130 m² (Standard, mittlerer Sanierungs-Stand): Heizlast 6-9 kW, WP-Investition 25.000-30.000 €, Eigenanteil 7.500-9.000 €. EFH 160 m² (größeres Haus oder unsaniert): Heizlast 9-12 kW, WP-Investition 28.000-35.000 €, Eigenanteil 8.500-10.500 €. Über 160 m² meist Hochtemperatur-WP oder Sole-Wasser-WP wirtschaftlicher.

Bonus-Optimierung im EFH

Strategien zur maximalen Förder-Ausschöpfung: 1) Vor dem Antrag iSFP erstellen — der iSFP-Bonus +5 % gilt für 15 Jahre auf alle Maßnahmen. 2) Klimabonus sicher: Heizung muss funktionierend getauscht werden. Bei drohender Heizungs-Defekt nicht abwarten — Antrag stellen, solange die Heizung läuft. 3) Einkommensbonus: bei knappem Einkommen Steuerberater einbeziehen, ob iSFP-Erstellung oder Werbungskosten das Einkommen unter 40.000 € drücken. 4) Energieberater-Begleitung: über 90 % der erfolgreichen BAFA-Anträge laufen über Berater — Eigenanteil gegenüber Direkt-Antrag praktisch identisch wegen 80 % BAFA-Zuschuss auf Beratungskosten.

Realistische Beispiel-Familie

Familie mit 2 Kindern, Haushaltseinkommen 38.000 €, EFH 130 m² Baujahr 1985, alte Gasheizung 22 Jahre. Plant Wärmepumpen-Tausch. Energieberater-Beratung 200 € Eigenanteil. Vaillant aroTHERM plus 9 kW Komplett-Installation 27.000 €. BAFA-Antrag mit iSFP. Förderung: Grundförderung 30 % = 8.100 €, Klimabonus 20 % = 5.400 €, Einkommensbonus 30 % = 8.100 €, iSFP-Bonus 5 % = 1.350 €. Theoretisch 22.950 €, gedeckelt 70 % = 18.900 €. Eigenanteil: 27.000 - 18.900 = 8.100 €. Plus 200 € iSFP. Gesamt-Eigenanteil 8.300 €. Stromkosten WP: 1.350 €/Jahr (vs. 2.500 € Gas). Amortisation der Investitionsdifferenz gegenüber neuer Gasheizung: 8 Jahre.

Häufige Fragen

Wie groß sollte die WP für 130-m²-EFH sein?
Heizlast 6-9 kW typisch. Bei Fußbodenheizung und gut sanierter Hülle: 6-7 kW. Bei knappen Heizkörpern und Sanierungsbedarf: 9-10 kW. Heizlastberechnung durch Energieberater verbindlich.
Lohnt sich Sole-Wasser im EFH?
Bei großzügigem Grundstück und langfristiger Eigentums-Perspektive ja. JAZ-Vorteil ca. 0,5-0,8 gegenüber Luft-Wasser. Mehrkosten 8.000-15.000 € amortisieren sich in 25-35 Jahren — Premium-Statement.
Was, wenn meine Familie über 40.000 € Einkommen liegt?
Einkommensbonus entfällt. Maximalförderung dann 50 % (Grundförderung + Klimabonus + iSFP). Bei 30.000 € förderfähig: 16.500 € Zuschuss statt 21.000 €. Trotzdem deutlich wirtschaftlicher als ohne Förderung.

Förderung mit Energieberater optimal nutzen

Ein BAFA-Energieberater kennt alle Bonus-Bausteine für Ihre Konstellation.