Heizungsgesetz & Wärmeplanung in Brandenburg
Brandenburg hat als Flächenland überdurchschnittliche Heizgradtage in den nordöstlichen Lagen (~3.500 Kd/a). Sole-Wasser-Wärmepumpen sind dort wegen guter Bohrbedingungen oft sinnvoll. In Berliner Speckgürtel-Lagen herrscht typisches mitteldeutsches Klima.
GEG §71
Die 65-%-Erneuerbar-Regel in Brandenburg
Brandenburg unterliegt den Bundesfristen: Großstädte über 100.000 Einwohner (Potsdam, Cottbus) bis 30.06.2026, kleinere Kommunen bis 30.06.2028. Die 65-%-Regel des GEG-§71 greift nach Vorliegen des kommunalen Wärmeplans. Brandenburg hat als Flächenland mit dünner Besiedlung außerhalb des Berliner Speckgürtels eine sehr heterogene KWP-Landschaft.
Frist Großstädte
30. Juni 2026
Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis zu diesem Datum einen kommunalen Wärmeplan vorlegen.
Frist kleinere Kommunen
30. Juni 2028
Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern haben bis zu diesem Datum Zeit.
Roll-out
Stand der kommunalen Wärmeplanung in Brandenburg
Potsdam und Cottbus sind mit ihrer Wärmeplanung weit fortgeschritten. Die meisten Klein- und Mittelstädte sind im Anlauf — bis 30.06.2028 müssen alle vorliegen. In den ländlichen Gebieten dominieren dezentrale Lösungen (Wärmepumpe, Pelletkessel); Fernwärme-Netze gibt es nur in den größeren Städten.
Offizielle Quelle
Energie und Klima Brandenburg
Tagesaktueller Stand der Wärmeplanung in Brandenburg — direkt vom verantwortlichen Bundesland-Portal.
Portal besuchenBeispielstädte in Brandenburg
Allgemeiner KWP-Status der wichtigsten Städte. Für tagesaktuelle und quartiersgenaue Informationen wenden Sie sich an die Stadtverwaltung oder das Energie und Klima Brandenburg.
Potsdam
~190.000 Einwohner
Wärmeplan in Erstellung; Fernwärme-Ausbau geplant.
Cottbus
~100.000 Einwohner
KWP im Verfahren; Mix aus Fernwärme und dezentral.
Brandenburg an der Havel
~73.000 Einwohner
KWP-Erstellung gestartet; Frist 30.06.2028.
Frankfurt (Oder)
~57.000 Einwohner
KWP im Anlauf.
Härtefall
Härtefall-Regelung in Brandenburg
Härtefall-Anträge prüft das örtliche Bauamt. In Brandenburg ist die geographische Heterogenität ein häufiger Anlass: in Streusiedlungen ohne Wärmenetz-Aussicht ist die individuelle Wärmepumpe oft die einzige praktische Option, Härtefall-Befreiungen sind dort selten erforderlich.
Bei Unsicherheit, ob Ihr Vorhaben unter eine Härtefall-Regelung fällt: Lassen Sie sich von einem BAFA-zugelassenen Energieberater unverbindlich beraten. Die Erstberatung ist über die Verbraucherzentrale staatlich gefördert und kostengünstig.
Häufige Fragen — Heizungsgesetz Brandenburg
Was bedeutet das Heizungsgesetz für Eigentümer in Brandenburg?▾
Wann muss meine Stadt einen Wärmeplan vorlegen?▾
Was passiert, wenn meine Heizung defekt geht?▾
Welche Heizungen erfüllen die 65-%-Regel?▾
Wie finde ich heraus, ob mein Quartier für Fernwärme geplant ist?▾
GEG-konforme Heizung in Brandenburg planen
Ein BAFA-zugelassener Energieberater prüft Ihre konkrete Situation, klärt Härtefall-Optionen und plant die GEG-konforme Heizungslösung.
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